Die Baureihe 110

Die Baureihe 110 ist eine für die DB erstmals im Jahre 1952 gebaute Einheitselektrolokomotive für den Schnellzugverkehr. Sie war jahrelang die wichtigste Lokomotiv-Baureihe im deutschen Schnellzugverkehr.

Die ersten Serienloks der Baureihe 110 erhielten Ordnungsnummern ab 101 aufwärts und werden daher als Baureihe 110.1 gekennzeichnet. Im Gegensatz zur 140 war die 110 mit einer Widerstandsbremse ausgerüstet worden.

Ab Dezember 1956 wurden in mehreren Serien insgesamt 379 Fahrzeuge von den Herstellern Krauss-Maffei, Krupp, Henschel-Werke (alle mechanischer Teil) sowie SSW (Siemens-Schuckert-Werke), AEG und BBC (elektrischer Teil) ausgeliefert. 
Ab 110 288-4 wurde ein neuer, aerodynamischer Lokkasten (Bügelfalte), der zuvor bei der 110.12 eingeführt worden war,wurde auch bei den späteren 110 verwendet. Diese Lokomotiven werden daher auch als 110.3 bezeichnet.

 

 

Stromsystem
Einphasen-Wechselstrom 15 000 V, 16 ²/³ Hz

Achsanordnung
Bo´Bo´

Mechanische Teile
Krauss, Henschel, Krupp

Elektrische Teile AEG, BBC, SSW  
Dienstgewicht 86t  
Größte zulässige Geschwindigkeit Anfangs 150 Km/h
Heute 140 Km/h
 
Anfahrzugkraft aus Stillstand 28,4 t  
Nennleistung bei 120 Km/h 3700 kW (5032 PS)  
Anzahl Fahrstufen 28  
Anzahl Fahrmotoren 4  
Antriebsart Gummiringfederantrieb mit zweiseitigem Stirnradgetriebe  
Übersetzung des Zahnradgetriebes 1:2, 111  
Länge über Puffer 16 490mm  
Drehzapfenabstand 7 900mm  
Achsstand der Drehgestelle 3 400mm  
Treibraddurchmesser neu 1 250mm  
Kleinster befahrbarer Krümmungshalbmesser 100m  
Beschaffungskosten Ca. 1.300.000,00 DM  
Maschinenraum einer 110 ©Daniel Michler
Maschinenraum einer 110 ©Daniel Michler